Inhalt

Schwester Maria Gratiosa Hafeneder und Schwester Maria Anstrudis Stürzl

Schwester Maria Gratiosa Hafeneder und Schwester Maria Anstrudis Stürzl

Schwester Maria Gratiosa Hafeneder
(1911 - 1989)
und
Schwester Maria Anstrudis Stürzl
(1888 - 1967)

Das Leben und Wirken zweier Franziskanerinnen in Hochspeyer

Schwester Maria Gratiosa Hafeneder wurde am 18.04.1911 in Rossbach, im Kreis Pfarrkirchen/Niederbayern geboren. Am 18.04.1933, ihrem 22. Geburtstag, legte sie ihre Profess ab und gehörte fortan zum Orden der Franziskanerinnen.
Als sie im Dezember 1936 zur Pfarrei Hochspeyer kam, hatte Schwester Maria Gratiosa Hafeneder schon 10 Jahre im Dienste der Kranken hinter sich. Ihr Wirkungskreis beschränkte sich nicht nur auf Hochspeyer allein, sondern auch auf die Orte Fischbach und Waldleiningen, die ebenfalls zur Pfarrei Hochspeyer gehörten.
Im Schwesternhaus betreute sie ein Krankenzimmer, wo sie Wundverbände anlegte oder erneuerte, Ratschläge über Heilmaßnahmen gab oder auch empfahl einen Arzt aufzusuchen.
Im Jahr 1981 gründete Schwester Maria Gratiosa Hafeneder einen Missionskreis über den sie folgendes schrieb: „1982 im Januar war es genau ein Jahr, dass wir unseren Missionskreis gründeten. Schon lange wurde ich immer wieder von Frauen aus der Pfarrei angehalten, mich für ein solches Vorhaben zu verwenden. 20 Frauen trafen sich alle 14 Tage im Pfarrheim (Pirmin-Diehl-Haus). Am Schluss des Jahres konnten wir einen Reingewinn von 5.700 DM verzeichnen. Das Geld wurde gleich an den „Mann“ gebracht und an verschiedene Missionsstationen verteilt, so in Brasilien, Indien und in der Dominikanischen Republik. Die restlichen Stricksachen gingen nach Polen.“
Am 13. Februar 1978 verlieh Regierungspräsident Hans Keller aus Neustadt Schwester Maria Gratiosa Hafeneder das Bundesverdienstkreuz.
Schwester Maria Gratiosa Hafeneder war bis zum 09.03.1987 in der Pfarrei Hochspeyer tätig und starb am 28.05.1989 im Marienheim in Straubing.

 

Schwester Maria Anstrudis Stürzl wurde am 28.08.1888 in Ingolstadt geboren. Als junge Frau trat sie in den Orden der Franziskanerinnen in Dillingen an der Donau ein. Am 30. August 1910 wurde Schwester Maria Anstrudis Stürzl eingekleidet und legte ein Jahr darauf, am 31. August 1911 ihr Profess ab.Als ausgebildete Kindergärtnerin begann sie ihre Tätigkeit im September 1911 in Kübelberg/Pfalz bei über 100 Kindern aus drei Ortschaften. Im Jahr 1923 wurde sie an die neu errichtete Schwesternstation nach Hochspeyer versetzt. An ihrem neuen Arbeitsfeld in Hochspeyer hatte sie im Durchschnitt 70 bis 80 Kinder zu betreuen.Lange Jahre fand sie auch in der Erziehung der größeren Mädchenjugend ein reiches Betätigungsfeld. Unermüdlicher Fleiß, tiefes Pflichtbewusstsein, stete Hilfsbereitschaft zu allen und ein mütterliches, liebevolles Verstehen zu den Kleinen zeichnet sie aus. Seit ihrer Versetzung nach Hochspeyer übernahm Schwester Maria Anstrudis Stürzl als Sakristanin auch ehrenamtlich den Sakristeidienst.Anlässlich ihres 50-jährigen Profess-Jubiläums wurde Schwester Maria Anstrudis Stürzl, als Oberin der katholischen Schwesternstation in Hochspeyer, für ihre mühevolle Arbeit im Dienste der Jugend, die sie während eines halben Jahrhunderts geleistet hat, von Regierungspräsident Franz Pfeiffer, von der Bezirksregierung in Neustadt, in Anwesenheit von Bürgermeister Heinrich Fischer, das Bundesverdienstkreuz verliehen.Das Amt der zweiten Oberin der Schwesternstation übte Schwester Maria Anstrudis Stürzl von 1938 bis 1952 und von 1962 bis zu ihrem Tod im Jahre 1967 aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontextspalte